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Hyōgo Reisetipps

Ein Ausflug nach Himeji

In diesem Artikel erfährst du alles was du für einen Ausflug nach Himeji wissen musst, die beste Reisezeit, die Anfahrt, etwas über die Geschichte und vieles mehr! So wurden z.B. Szenen aus „James Bond 007 – Man lebt nur zweimal“ und „Last Samurai“ in Himeji gedreht. Die Burg gilt als eine der Schönsten Japans und Himeji hat noch mehr zu bieten.

Geschichte der Stadt Himeji

Die Burgstadt Himeji befindet sich heute in der Präfektur Hyōgo in der Kansai Region. Himeji befindet sich in einer isolierten Lage zwischen den Bergen im Norden und dem Meer im Süden. Deswegen galt Himeji als zentraler Punkt auf dem Weg von Westen nach Osten zur Kaiserstadt Kyoto. Früher war die Stadt Himeji die Hauptstadt einer gleichnamigen Provinz Himeji, die aber 1876 mit der Präfektur Hyōgo verschmolzen wurde. Im zweiten Weltkrieg wurde die Stadt Himeji zwei Mal bombardiert wodurch die Stadt völlig abbrannte, auch auf die Burg sind Bomben gefallen aber nicht explodiert, so dass die Burg erhalten blieb in der völlig abgebrannten Stadt ragte nur noch die Burg Himeji empor.

Geschichte der Burg Himeji

Die berühmte Burg wurde um den Beginn des 17. Jahrhunderts (um 1600) erbaut und gilt als die schönste Burg Japans. 1951 wurde sie zum Staatsschatz erklärt und 1933 als erstes Objekt Japans als Weltkulturerbe der UNESCO registriert. Die Burg hat auf Grund ihres Aussehens auch den Beinamen „Silberreiher Burg“. Witzigerweise kam bei unserem Besuch sogar ein Silberreiher zu Besuch in den Burgpark nur wenige Meter von uns entfernt. Die Burg Himeji diente übrigens auch als Drehort für den Film „James Bond 007 – Man lebt nur zweimal“.

Wie man nach Himeji kommt

Von Kyoto

Vom JR Bahnhof Kyoto (JR京都駅) dauert es mit der Linie “ Kyoto Sen Shinkaisoku“ (京都線新快速) Richtung Himeji (姫路行) ca. 1 Stunde und 25 Minuten bis zum JR Bahnhof Himeji (JR姫路駅).

Alternativ: Vom JR Bahnhof Kyoto (JR京都駅) mit dem Tokaido-Sanyo Shinkasen (東海道・山陽新幹線) Richtung Okayama (岡山行) in ca. 59 Minuten zum JR Bahnhof Himeji (JR姫路駅).

Von Osaka

Vom JR Bahnhof Osaka (JR大阪駅) dauert es mit der Linie „Kōbe Sen Shinkaisoku“ (神戸線新快速) Richtung Aboshi (網干行) ca. 1 Stunde und 3 Minuten bis zum JR Bahnhof Himeji (JR姫路駅).

Alternativ: Vom Bahnhof Shin Osaka (新大阪駅) mit dem Kyūshū-Shinkansen (九州新幹線) Richtung Kagoshima Chuo (鹿児島中央行) in ca. 30 Minuten zum JR Bahnhof Himeji (JR姫路駅).

Von Kōbe

Vom Bahnhof Kōbe (神戸駅) dauert es mit der JR Linie „Kōbe Sen Shinkaisoku“ (JR神戸線新快速) Richtung Himeji (姫路行) ca. 37 Minuten bis zum JR Bahnhof Himeji (JR姫路駅).

Von Tokyo

Vom Bahnhof Tokyo (東京駅) mit dem Tokaido-Sanyo Shinkasen (東海道・山陽新幹線) Richtung Okayama (岡山行) in ca. 3 Stunden und 37 Minuten zum Bahnhof Himeji (姫路駅).

Alternativ: Mit dem Flugzeug von Tokyo (Narita Airport oder Haneda Airport) nach Kōbe (Kōbe Airport) und dann siehe „Von Kōbe“. Günstige Tickets gibt es oft bei Skymark.

Vom Bahnhof Himeji zur Burg

Direkt, wenn man aus dem Bahnhof Himeji kommt sieht man am Horizont schon die Burg Himeji. Es gibt zwar einen Bus, aber ich kann nur empfehlen zu Fuß zu gehen. Der Weg dauert ca. 20 Minuten über die Straße Otemae-dori und am Straßenrand gibt es einige interessante Läden. Die Parallelstraße (Richtung Burg Himeji auf der Otemae-dori Straße nach rechts) Miyuki-dori Shotengai und Honmachi Shotengai sind beliebte Einkaufsstraßen die super zum Flair der Burgstadt passen. So könnt ihr euch auf dem Rückweg gleich ein paar Andenken besorgen!

Die Burg Himeji besuchen

Man kann die gesamte Burg besichtigen, das heißt das gesamte Burggelände samt Burghof, Hauptburg, vielen Toren und Türmen. Die sieben Stockwerke der Burg (samt Untergeschoss) kann man komplett betreten und hat vom obersten 6. Stock eine super Aussicht über die Stadt Himeji. Hier befindet sich auch ein Schrein der Gottheit „Osakabe“. Er gilt heute als Schutzgottheit der Burg.

Der Eintritt kostet ca. 1000 Yen für Erwachsene und 300 Yen für Kinder und Jugendliche. Ich empfehle direkt das Kombi-Ticket für Burg Himeji mit dem Park Kokoen zu nehmen, dass kostet nur 40 Yen mehr.

Auf folgender Seite erfahrt ihr wie voll es gerade ist und ob es eine Schlange gibt:
Offizielle Website von Burg Himeji

Tipp: Es gibt eine echt gut gemachte AR (Augmented Reality) App. Einfach im Google Play Store oder im Apple App Store runterladen und schon kann man an den entsprechenden Stellen in der Burg die mir AR gekennzeichnet sind nützliche Informationen und Kurzfilme betrachten. Die Bewertung im App Store ist zwar nicht so toll, aber ich fand die kostenlose App gut.

Adresse: 68 Hommachi, Himeji 670-0012, Präfektur Hyōgo

Beste Reisezeiten

Himeji im Frühjahr

Der Frühjahr, besonders, während die Kirschblüten blühen, ist die wahrscheinlich beliebteste Reisezeit für einen Ausflug nach Himeji. Anfang April gibt es auch das Sakura Matsuri. Es gibt in und um die Burg Himeji sehr viele Kirschbäume und im Frühjahr bietet sich die perfekte Kulisse für das perfekte „Japanfoto“. Was ihr aber auch bedenken solltet ist, dass es im Frühjahr sehr voll ist. Für wen große Menschenmengen nichts sind, der sollte vielleicht lieber nicht im Frühjahr reisen bzw. wenn dann lieber unter der Woche.

Himeji im Sommer

Auch im Sommer lohnt sich ein Ausflug nach Himeji. Zwar ist im Sommer in Japan Regenzeit aber in den Monaten Juni und Juli ist es gerade unter der Woche recht leer und ihr müsst nicht anstehen. Es kann im Sommer zwar recht heiß werden, aber es gibt in Himeji super leckeres Machaeis (Grüner Tee Eis)!

Himeji im Herbst

Im Herbst kann man in Himeji die bunten Blätter bewundern, gleichzeitig ist es unter der Woche auch nicht so voll. Es ist nicht mehr ganz so heiß, aber auch nicht kalt. Gerade der Shoshazan auf dem sich der Engyoji Tempel befindet ist im Herbst am schönsten.

Himeji im Winter

Auch im Winter kann sich ein Ausflug nach Himeji lohnen, aber natürlich haben die Bäume keine Blätter und auch der Park Kokoen wirkt eher trist. Aber wir waren im Winter dort und konnten im Park Kokoen einen wilden Silberreiher aus nächster Nähe betrachten, der sich an einem Teich im Park ausgeruht hat. Außerdem ist es im Winter schön leer und man kann die Burg relativ ungestört betrachten. Wenn man das Glück hat die Burg Himeji bei Schnee zu sehen hat man den Jackpot erwischt.

Aktivitäten in Himeji

Koko-en Garten

Der Garten Kokoen besteht aus 9 traditionell-japanischen Gärten verschiedener Größe und erstreckt sich über 35,000m². Der Garten wurde 1992 auf den Überresten der Westresidenz der Feudalherren erbaut. Dort befanden sich in der Edo-Zeit (1603-1868) der Wohnsitz des Feudalherrn und die Häuser seiner Diener. Im Garten lassen die die vier Jahreszeit besonders gut bewundern. Es gibt einen Teich mit vielen Karpfen, einen künstlichen kleinen Bach und einen kleinen Bambuswald. Außerdem gibt es viele schöne Blumen und Bonsai. Wenn man Glück hat kann man auch einen Silberreiher sehen.

Adresse: 68 Honmachi, Himeji 670-0012, Präfektur Hyōgo

Engyō-ji Tempel

Der Engyō-ji ist eine weitere großartige Sehenswürdigkeit die Himeji zu bieten hat und sollte bei einem Ausflug nach Himeji auf jeden Fall dabei sein! Der Tempel Shoshazan Engyō-ji diente auch als Drehort für den Film „Last Samurai“ und wurde vor über 1000 Jahren gegründet. Der Tempel befindet sich auf dem Berg Shoshazan und kann über eine Seilbahn erreich werden. Dafür einfach mit dem Shinki Bus (神姫バス) der am Bahnhof Himeji startet Richtung Ropeway (ロープウェイ). Es gibt auch eine Haltestelle vor der Burg Himeji. Die Fahrt dauert ca. 28 Minuten und die Fahrt mit der Seilbahn ca. 4 Minuten. Man hat von der Seilbahn und auch vom Berg aus, eine klasse Aussicht (Die Fahrt mit der Seilbahn kostet hin und zurück 1000 Yen). Falls ihr Shuin sammelt, könnt ihr euch bei dem Tempel übrigens auch einige Shuin holen. Die schönsten Gebäude sind die Maniden-Halle, der große Daikodo-Vortragssaal und die Gohodo-Gebetshalle. Der Temple stellt übrigens auch die 27. Etappe der Pilgerfahrt von Saigoku dar.

Adresse der Seilbahn: 1199-2 Shosha, Himeji 671-2201, Präfektur Hyōgo

Historisches Museum der Präfektur Hyōgo

Ein Museum über die Geschichte der Präfektur Hyōgo und der Burg Himeji. Das Museum wurde von dem berühmten Architekten Kenzo Tange gestaltet. Es gibt einen kostenlosen Bereich, der allerdings nicht so viel zu bieten hat und einen Bereich für den man 200 Yen bezahlen muss. Der Besuch des kostenpflichtigen Bereichs lohnt sich auf jeden Fall. Auch besonders interessant sind die Modelle anderer japanischer Burgen.

Adresse: 68 Honmachi, Himeji 670-0012, Präfektur Hyōgo

Taiyo Park

Im Taiyo Park wurden viele Sehenswürdigkeiten der ganzen Welt in klein nachgebaut. So kann man an einem Tag quasi eine Weltreise erleben. Der Taiyo Park hat zwei weitläufige Bereiche in denen es z.B. den Triumphbogen, die Terrakotta-Armee, die Chinesische Mauer und das Schloss Neuschwanstein gibt. Der Eintritt kostet 1300 Yen aber wer gerne ein paar lustige Fotos machen möchte sollte sich den Park auf jeden Fall anschauen.

Adresse: 1342-6 Uchikoshi, Himeji 671-2246, Präfektur Hyōgo

Wo essen in Himeji?

Sora Niwa

Die erste Adresse bei einem Ausflug nach Himeji ist Sora Niwa. Von dem Restaurant Sora Niwa aus hat meinen einen erstklassigen Ausblick auf die Burg Himeji. Man kann allerlei Spezialitäten der japanischen und französischen Küche kosten. Dabei setzt das Sora Niwa besonders auf Erzeugnisse aus regionalem Anbau.

Adresse: 241 Hommachi | Miki Bldg. 6F, Himeji 670-0012, Hyogo Prefecture

Kushiyaki Kobe Beef

Kushiyaki Kobe Beef ist ein lizensiertes Kobe-Beef Restaurant, welches auf dem Weg vom Bahnhof zur Burg Himeji liegt. Es gibt z.B. Kobe Beef Burger und Kobe Beef auf Reis. Das Essen war wirklich sehr lecker.

Adresse: 68 Hommachi | Ninoyashiki D-2, Himeji 670-0012, Hyogo Prefecture

Go! Go! Curry

Wer nicht ganz so viel Geld ausgeben will kann auch beim Bahnhof Himeji zu „Go! Go! Curry“ gehen. Dort gibt es zwei Curry-Gerichte, die es nur in Himeji gibt. Das Burgstadt Curry und das Himeji Curry. Das Curry ist jetzt nichts Besonderes aber wenn man am Bahnhof was günstiges und leckeres zu Essen sucht auf jeden Fall okay!

Burgstadt-Curry bei Go! Go! Curry

Adresse: 188-1 Ekimaecho | Piole Himeji Gochiso Kan, Himeji 670-0927, Hyogo Prefecture

Andenken aus Himeji kaufen

Es gibt sehr viele gute Geschäfte, bei denen man sich nach einem Ausflug nach Himeji ein tolles Andenken kaufen kann. Die besten Geschäfte mit Burgstadt-Flair findest du auf der Otemae-Dori und den Einkaufsstraßen Honmachi und Miyuki sowie auf der Straße Nishinikai-Machi. Ich habe euch die Straßen mal bei Google eingezeichnet.

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10 Traditionen zu Neujahr in Japan

Neujahr ist eines der wichtigsten Feste in Japan. Am 31.12 wird es, seit der Übernahme des westlichen (gregorianischen) Kalenders, zwar erst seit 1873 gefeiert. Aber schon vorher war Neujahr eines der wichtigste Feste und wurde anhand eines Lunisolarkalenders bestimmt. Dabei haben sich viele verschiedene Traditionen entwickelt, von denen manche auch von Region zu Region abweichen, aber viele sind auch landesweit verbreitet. Zwar ist nur der 1. Januar (Gantan (元旦)) ein nationaler Feiertag aber das Neujahrsfest erstreckt sich in der Regel vom 31. Dezember bis mind. zum 3. Januar.

1. Oosouji (大掃除)

In Japan ist bevor das Neujahrsfest beginnt erst einmal Groß­rei­ne­ma­chen angesagt. Früher wurde dieser „Frühjahrsputz“ auch Susuharai (煤払い) genannt. Traditionell wird das Haus geputzt um die Neujahrsgötter an Neujahr nicht in eine verschmutzte Wohnung zu lassen. Aber die meisten putzen ihre Wohnung mittlerweile wahrscheinlich eher um sich von den Altlasten des letzten Jahres zu befreien und frisch ins neue Jahr zu starten.

2. Shimenawa ( 注連縄 ) und Kadomatsu (門松)

Sobald sich das Neujahrsfest nähert findet man überall an den Türen Shimenawa und vor vielen Türen, besonders auch vor Einkaufszentren, Kadomatsu. Bei Shimenawa handelt es sich um ein heiliges Tau aus Reisstroh und bei Kadomatsu um ein Gesteck aus Kieferzweigen und Bambusrohren.

3. Hatsumoude (初詣)

Sobald es ins neue Jahr geschafft ist, begeben sich fast alle Japaner zum ersten Schreinbesuch des Jahres. Viele besuchen dabei direkt nach 0 Uhr den am nächstgelegenen Schrein, aber auch der Schreinbesuch vom 1-3 Januar ist kein Problem. Die kleineren lokalen Schreine sind dabei nicht so überfüllt, aber für ein Schreinbesuch der größeren Schreine, wie z.B. den Meiji-Jingu muss man teilweise stundenlang anstehen.

Bei dem Schrein wird dann für das neue Jahr gebetet, man kann seine Wünsche auch auf ein „Ema“ also eines der Holzbrettchen unten im Bild schreiben. Viele kaufen sich zu diesem Anlass auch ein Omamori. Das sind kleine Säckchen mit „God Power“ wie es mir bei meinem ersten Japanaustausch erklärt wurde 😂.
Omamori sind im Prinzip Schutzamulette. Es gibt unter Anderem Amulette für Gesundheit („無病息災 mu byou soku sai“), Verkehrssicherheit („交通安全 kou tsuu an zen“), Haushaltsicherheit („家内安全 ka nai an zen“), Geschäftlichem Erfolg („商売繫盛 shou bai han jou“) und eine sichere Geburt („安産 an zan“). 

4. Osechi-ryouri ( 御節料理 )

An Neujahr wird oft ein teures Festmahl kredenzt. Dieses Osechi-ryouri, kurz Osechi, besteht oft aus dutzenden Einzelgerichten, dabei können diese Boxen fertig gekauft werden oder alle Gerichte werden selbst zubereitet.

5. Toshikoshisoba (年越し蕎麦)

Eine weitere japanische Neujahrstradition ist am Abend vor dem 1. Januar Sobanudeln zu essen, oft auch mit Tempura.

6. Otoshidama (お年玉)

In Japan erhalten Kinder und Jugendliche zum neuen Jahr von erwachsenen Verwandten ein Geldgeschenk. Laut einer aktuellen Umfrage für das Jahr 2020 betrug der Durchschnitt dieses Geldgeschenks (pro Erwachsenen) 4,470 Yen (ca. 36 Euro) und der Median 3,000 Yen (ca. 24 Euro). Dabei steigt die Summe je nach alter so, dass 40% aller Studenten und Oberstufenschüler über 10,000 Yen (ca. 81 Euro) bekommen. Interessant war außerdem, dass sich der Betrag seit 1940 versechsfacht hat und stetig steigt. Aber man kann diese Steigerung natürlich auch als impliziten Inflationsausgleich sehen. Laut der Umfrage scheint diese Tradition aber, vor allem für Familien mit einem geringen Haushaltseinkommen, zunehmend eine wirtschaftliche Belastung darzustellen.¹

7. Nengajou (年賀状)

In Japan werden zu Neujahr traditionell auch Neujahresgrußgarten (Nengajou) verschickt. Dabei müssen diese Karten nicht nur an Freunde und Verwandte, sondern auch an Kollegen und Geschäftspartner verschickt werden. So musste z.B. der Vater meiner Freundin über 100 dieser Neujahresgrußkarten verschicken. Aber die Zahl dieser Neujahreskarten ist seit 15 Jahren Rückläufig und hatte ihren Höhepunkt im Jahr 2003. Immer mehr Japaner begnügen sich mit einer Neujahresgrüße über das Smartphone.²

Frohes Neues Jahr heißt auf Japanisch übrigens „akemashite omedetou“, oft auch begleitet von einem „kotoshi mo yoroshiku onegaishimasu.“ so, dass viele auf dem Handy auch verkürzt „akeomekotoyoro“ oder nur „akeome“ schreiben.

8. Zōni (雑煮)

Bei Zōni handelt es sich um eine klare Suppe mit Mochi (Reiskuchen) und oft noch Gemüse und Fleisch oder Fisch. Dieses Gericht wird oft am 1. Januar verzehrt.

9. Sakura-yu (桜湯)

Ein weiteres beliebtes Gericht zu Neujahr in Japan, bzw. in diesem Fall Getränk, ist Sakura-yu. Dabei handelt es sich um einen Tee mit in Salz eingelegten Kirschblüten. Dieser soll sehr gesund sein. Schmecken tut er eigentlich nur nach Salz.

10. Fukubukuro (福袋)

Fukubukuros sind im Prinzip Wundertüten. Diese werden an Neujahr in Japan von fast allen Geschäften verkauft und enthalten dabei oft Waren in einem Wert der über dem Verkaufswert der Wundertüte liegen und dienen z.B. für Kleidungsgeschäfte dazu unbeliebte Kleidungsstücke loszuwerden. Ich habe unten z.B. die (?) Fukubukuro von Mr. Donut fotografiert. Diese hat ca. 20 Euro gekostet und enthielt allein einen Gutschein, für den man sich 20 Donuts bis zu einem Preis von ca. 1,5 Euro holen kann. Zusätzlich sind wie zu sehen noch coole Pokémonartikel im Mr. Donut Look dabei gewesen. Für die beliebtesten Fukubukuros muss man teilweise stundenlang anstehen und einige Leute stellen sich schon am Tag zuvor an. Unten findet ihr ein Bild für die Schlange für die „Pikapika“-Fukubukuro vom Pokémon Center in Yokohama von vor zwei Jahren. Dieses Jahr gab es den PikaPika-Fukubukuro übrigens nur noch über Vorbestellung.

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Wenn ihr euch auch für Weihnachten in Japan interessiert findet ihr hier meinen Blogartikel dazu: Weihnachten in Japan

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Weihnachten in Japan

Obwohl die meisten Japaner, wenn man sie fragt, antworten würde, dass sie keiner Religion angehören, praktizieren fasst alle Japaner religiöse Praktiken, wie den Schreinbesuch zu Neujahr oder die buddhistische Beerdigung. Christen gibt es in Japan um die 2%. Aber dennoch ist das ursprünglich christliche Fest Weihnachten mittlerweile fest in der japanischen Gesellschaft verankert. In diesem Artikel möchte ich über diese Besonderheiten des japanischen Weihnachten schreiben.

Illuminationen

In Japan wird die Vorweihnachtszeit durch zahlreiche Illuminationen, welche die Straßen in bunte Lichter tauchen, eingeläutet. Ich selbst habe eigentlich fast alle größeren Illuminationen in Tokio besucht und war sehr begeistert. Was mich besonders beeindruckt ist die große Variation an Illuminationen, es hängt nicht nur jeder eine andere Lichterkette in einen anderen Baum, sondern die Illuminationen haben meistens ein Thema und versuchen sich von den anderen Illuminationen abzuheben. Ich würde mich freuen, wenn Deutschland sich dahingehend etwas von Japan abschauen könnte. Im japanischen Fernsehen wurde die Illumination „Ao no Dokutsu“ also „Blaue Höhle“ im Yoyogi-Park zur besten kostenlosen Illumination in Tokio gewählt.

Für japanische Paare sind Illuminationen in der Vorweihnachtszeit und an Heilig Abend übrigens beliebte Ausflugsziele für ein Date.

Mein Beitrag zur Illumination am Caretta Shiodome

Mein Beitrag zur Illumination an der Tokioer Pferderennbahn

Weihnachtsmärkte

In Japan gibt es außerdem viele „deutsche“ Weihnachtsmärkte. Dort fühlt man sich dann, bis auf die Preise, auch fast wie in Deutschland. Man kann Glühwein trinken und Thüringer Bratwurst oder Heiße Maronen essen. Beim Weihnachtsmarkt im Roppongi Hills, gab es sogar ein Käthe Wohlfahrt Geschäft. Dabei gibt es die Weihnachtsmärkte eigentlich in jeder größeren Stadt, bzw. in Tokio auch mehrere. Ich kann den Besuch jedem empfehlen der über die Feiertage in Japan ist.

Christmas Cake

In Japan ist es zur Tradition geworden an Weihnachten einen Christmas Cake, einen Weihnachtskuchen, zu essen. Dabei muss man sich die Kuchen oft schon weit vorher vorbestellen. Der beliebteste Kuchen ist ein Strawberry Short Cake, aber es gibt mittlerweile auch viele andere Weihnachtskuchen. Dabei lassen sich die Japaner den Weihnachtskuchen auch einiges kosten, der Erdbeer-Weihnachtskuchen im Bild weiter unten hat ca. 40€ gekostet.

KFC

KFC (Kentucky Fried Chicken) hat es geschafft sich als festes Weihnachtsessen in Japan zu etablieren, auch hier muss man früh vorbestellen um an Weihnachten nicht leer auszugehen.

Weihnachtsessen

Es gibt aber auch viele Familien, die nicht zu KFC gehen, sondern ähnlich wie in Deutschland ein Festessen veranstalten. Bei der Familie meiner Freundin gab es Hähnchenkeulen, Spare Ribs und Quiche. Die Hähnchenkeulen hat übrigens der Bruder meiner Freundin gemacht, er hatte bei der obengenannten Illumination im Yoyogi Park auch einen eigenen Foodtruck wo er sie verkauft hat.

Weihnachtsessen in Japan

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Pokémon Donuts bei Mr. Donut in Japan

Kollaboration zwischen
Pokémon und Mr. Donut

Pokémon Donuts und Pokémon Wundertüte
Seit 15.11.2019

Ihr habt richtig gelesen, es gibt gerade Pokémon Donuts bei Mr. Donut (Misdo) in Japan. Grund ist der Release von Pokémon Schwert&Schild für die Nintendo Switch. Dabei werden drei verschiedene Pokémon-Donuts angeboten. Zum Kindermenü gab es außerdem noch ein kleines Pokémon Handtuch (ab dem 26.12 eine Pokémon-Figur) dazu und man kann, im Menü, auch eine Pokémon Tasse und einen Pokémon Teller bekommen. Außerdem gibt es noch drei verschiedene Pokémon-Drinks. Bei den Pokémon-Drinks handelt es sich um Bubbletea (jap. Tapioca)-Sodas. Es gibt jeweils ein Drink für jedes der drei Startpokémon von Schwert&Schild, also einen grünen Chimpep (jap. Sarunori) -Drink, einen roten Hopplo (jap. Hibanny)-Drink und einen blauen Memmeon (jap. Messon)-Drink.

Mr. Donut x Pokémon Wundertüte (Fukubukuro)

Ab dem 26.12 gibt es bei Mr. Donut Pokémon Wundertüten für das Jahr 2020. Unter dem Link findet ihr alle Infos. Wenn ihr Fragen dazu habt, stellt diese gerne in den Kommentaren.

Preise

Donuts

  • Pikachu-Donut (¥240 + Steuern) (Geschmack: Banane)
  • Pokéball Pon de Ring (¥180 + Steuern ) (Geschmack: Erdbeere)*
  • Pikachu Pon de Ring (¥180 + Steuern ) (Geschmack: Banane)

* Fand ich am leckersten

Drinks

  • Sarunori-Tapioca-Soda (¥590 + Steuern) (Geschmack: Traube)
  • Hibanny-Tapioca-Soda (¥590 + Steuern ) (Geschmack: Pfirsich)
  • Messon-Tapioca-Soda (¥590 + Steuern ) (Geschmack: Litschi)

Menüs

Eat-in Menüs:

  • A: 1 Pikachu-Donut + 1 Drink + 1 Pokémon-Teller und Tasse + 1 Pokémon-Bierdeckel (¥950 + Steuern)
  • B: 1 Pokémon Pon de Ring + 1 Drink + 1 Pokémon-Teller und Tasse + 1 Pokémon-Bierdeckel (¥900 + Steuern)

Take-out Menüs:

  • A: 1 Pikachu-Donut + 3 normale Pon de Ring + 1 Pokémon-Teller und Tasse + 1 Pokémon-Bierdeckel + Pokémon-Tragebox (¥1300 + Steuern)
  • B: 1 Pokémon Pon de Ring + 3 normale Pon de Ring + 1 Pokémon-Teller und Tasse + 1 Pokémon-Bierdeckel + Pokémon-Tragebox (¥1250 + Steuern)

Auf der offiziellen Website von Mr. Donut findet ihr weitere Infos!

Hier gibt es auch kostenlose Mr. Donut x Pokémon Desktop-Hintergrundbilder.

Eine weitere Pokémon-Kollaboration gibt es aktuell zwischen der Gyudon-Kette Yoshinoya und Pokémon. Auf meinem Beitrag zur Kollaboration findet ihr alle weiteren Informationen.

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Pokémori: Pokémon Gyūdon bei Yoshinoya

Kollaboration zwischen Pokémon und Yoshinoya

Pokémon Gyūdon
19.12.2019 – 18.03.2020*
*Beim Yoshinoya in Ebisu schon jetzt!

Bei der Gyūdon-Kette Yoshinoya gibt es aktuell eine Aktion bei der man ein Pokémon Gyūdon bestellen kann. Dort bekommt man dann das Gyūdon in einer Pokémon-Schüssel serviert und es gibt ein Pokémon-Saft und eine von 6 möglichen Pokémon-Figuren. Der Witz ist dabei, dass alle der 6 möglichen Pokémon im Japanischen auf „don“ enden. Außerdem hat die Yoshinoya Filiale in der Nähe von der Bahnstation Ebisu ein spezielles Pokémon-Design.

Folgende Pokémon könnt ihr bekommen:

  • Glurak (jap. Lizardon)
  • Groudon (jap. Guradon)
  • Flegmon (jap. Yadon)
  • Ultrigaria (jap. Utsudon)
  • Gastrodon (westliches Meer) (jap. Toritodon)
  • Gastrodon (östliches Meer) (jap. Toritodon)

Es gibt drei verschiedene Menüs:

  • Pokémori Gyūdon Menü (498 Yen + Steuern)
  • Pokémori-Kids Gyūdon Menü (448 Yen + Steuern)
  • Pokémori-Kids Curry Menü (448 Yen + Steuern)

Wenn man zum Mitnehmen bestellt, bekommt man außerdem eine Pokémon-Tüte und eine Einwegschüssel im Pokémon Design.

Achja, ich fand die Portion zum satt werden etwas klein, aber mir ging es dabei eh nur um die Figur, wenn ihr satt werden wollt, solltet ihr euch nach was dazu bestellen.

Zur offiziellen Website → Yoshinoya Pokémori Website

Die Bestellung

Um das Pokémon Gyūdon zu bestellen könnt ihr einfach “ Pokémori setto o kudasai“ sagen. Natürlich könnt es auch erstmal auf Englisch versuchen, sollte meistens auch irgendwie klappen.

Pokémon Yoshinoya

Hier geht es zum Yoshinoya im Pokémon-Design an der Bahnstation Ebisu (Yamanote Linie, Hibiya Linie, Saikyo Linie, Shonan-Shinjuku Linie, Sotetsu-Jr Chokutsu Linie):

Bilder

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Jahresrückblick: Japanisches Wort des Jahres 2019 gekürt

Der Verlag Jiyu­ko­ku­min­sha hat dieses Jahr mal wieder das japanische Wort des Jahres 2019 gekürt. Dabei werden jedes Jahr die Trendwörter prämiert, die in einem Jahr den gesellschaftlichen Diskurs bestimmt haben. Die Auszeichnung dient dabei auch als Jahresrückblick.

Gewinner

ONE TEAM

ONE TEAM wurde als japanisches Wort des Jahres gekürt. ONE TEAM war das Motto für die japanische Rugby Nationalmannschaft während der Rugby WM in Japan 2019 ähnlich dem Begriff „Die Mannschaft“ für die deutsche Nationalmannschaft. Dabei sollte der Begriff auch verdeutlichen, dass das Team, mit insgesamt 31 Mitgliedern, 15 Mitglieder mit ausländischen Wurzeln aus sieben verschiedenen Ländern hatte, als ein Team an einem Strang zieht. Mit vier Siegen in Folge gegen Russland, Irland, Samoa und Schottland, zog die japanische Rugby Nationalmannschaft zum ersten Mal in die Endrunde ein.

View of the Stadium in Japan during the Rugby World Cup 2019
Photo by Stefan Lehner auf Unsplash

Top Ten

計画運休

計画運休 (keikakuunkyuu) ist die Bezeichnung für die geplante Einstellung des Bahnverkehrs. Dieser Begriff dominierte die Nachrichten als Japan nacheinander von zwei sehr großen und zerstörerischen Taifunen heimgesucht wurde. Über die Taifune Faxai und Hagibis wurde auch in den deutschen Medien berichtet. Die Taifune kosteten zusammen ca. 100 Menschen das Leben und verursachten Sachschäden in Höhe von über 15 Milliarden Euro. Die komplette Einstellung des Bahnverkehrs die von JR West zum ersten Mal 2014 ausgerufen wurde dient dabei als Katastrophenschutzmaßnahme. Es wird angenommen, dass auf Grund der globalen Erwärmung die Anzahl an zerstörerischen Taifunen zunehmen wird.

Taifun Haigibs (Wikipedia)

軽減税率

軽減税率 (keigenzeiritsu) bedeutet „ermäßigter Steuersatz“ und zielt auf die Erhöhung der Mehrwertsteuer am 01.Oktober 2019. Durch die zunehmende Überalterung der Gesellschaft und somit steigenden Sozialausgaben musste Japan die Mehrwertsteuer von 8% auf 10% erhöhen. Dabei war es bisher so, dass es nur einen Mehrwertsteuersatz gab, mit der jetzigen Steuererhöhung wurde allerdings ein System wie in Deutschland eingeführt, bei dem für bestimmte Produkte des alltäglichen Lebens ein ermäßigter Steuersatz von 8% beibehalten wird. Dies führte zu allerlei Verwirrung, so muss man beispielsweise für Lebensmittel, die man im Convenience Store verzehrt 10% Mehrwertsteuer zahlen, wenn man das gleiche Lebensmittel allerdings mitnimmt nur 8% zahlen. Für mich als Deutscher, ist das natürlich normal aber im japanischen Fernsehen wurde quasi täglich über die verschiedenen Steuersätze berichtet und erklärt. Vor dem 1. Oktober bildeten sich außerdem lange Schlangen vor den Ticketschaltern für Jahresbahntickets, da viele sich die 2% Steuern sparen wollten.

Im weltweiten Vergleich hat Japan übrigens immer noch einen sehr niedrigen Mehrwertsteuersatz. Hier die Zahlen der OECD aus dem Jahr 2018.

スマイリングシンデレラ/しぶこ

スマイリングシンデレラ/しぶこ (sumairingushinderera/shibuko), übersetzt: „Smiling Cinderella“ ist eine Bezeichnung für Golfprofispielerin „Hinako Shibuno“ die in Japan den Spitznamen „Shibuko“ hat. Mit dem Sieg bei den Women’s British Open war sie die erste Japanerin seit 42 Jahren die bei einem der großen Golfturniere (Majors) gewonnen hat. Während des Turniers wurde ihr Lächeln ihr Markenzeichen wodurch die ausländischen Medien ihr den Spitznamen „Smiling Cinderella“ gaben.

タピる

タピる (tapiru) ist eine abgewandelte Form des Wortes „Tapioka“ was „Bubbletea“, bedeutet. Dabei bedeutet tapiru entsprechend „Bubbletea trinken gehen“. Vor einigen Jahren erlebte der Tee mit den Zuckerhaltigen Tapioca-Kugeln ja auch in Deutschland einen Boom, der aber genauso schnell verschwunden war wie er kam. Im Jahr 2019 erlebte dieser Bubbletea Boom eine von Taiwan ausgehend kleine Renaissance und auch in Japan sprießten wieder etliche Bubbletea-Läden aus dem Boden. Doch schon jetzt Ende des Jahres scheint zumindest meiner Meinung nach der Trend schon wieder abzunehmen und die meisten Bubbletea Läden sind eher leer.

#KuToo

Der #KuTooHashtag machte Anfang 2019 die Runde und war eine Anspielung auf den #MeToo Hashtag. Dabei ist #KuToo ein Wortspiel aus den japanischen Wörtern für Schuhe (Kutsu) und Schmerz (Kutsuu). Über die Aktion wurde auch in deutschen Medien berichtet. Die Frauenrechtlerin Yumi Ishikawa wollte mit diesem Hashtag und einer Petition gegen die teilweise strengen Kleidungsvorschriften insbesondere für Frauen in japanischen Firmen vorgehen. Dabei ist es in Japan quasi Pflicht, dass Frauen hochhackige Schuhe tragen, das kann auf lange Sicht oft zu Rückenproblem führen. Ende 2019 kam auch eine Debatte um das Brillenverbot für Frauen in japanischen Firmen auf.

◯◯ペイ

◯◯ペイ (pei) soll auf die Einführung von elektronischen Zahlungsanbietern anspielen von denen viele die Endung “ ペイ “ also „pay“ haben. In Japan erfreut sich wie in Deutschland Bargeld noch immer großer Beliebtheit, aber es gibt immer mehr Anbieter für elektronische Zahlungsverfahren, die in Japan ihre Dienste anbieten. In Japan wird wie oben erwähnt meistens Bargeld benutzt, aber gerade IC Karten (Suica und Pasmo) auf denen man Geld aufladen und dann benutzen kann und Kreditkarten sind bei der jüngeren Generation auf dem Vormarsch. Auch mobile Anbieter erobern immer mehr den Markt. Einer der Marktführer ist PayPay welcher als Joint-Venture von Paytm, Softbank und Yahoo Japan gegründet wurde. Aber auch andere Anbieter wie LINE Pay erfreuen sich steigender Beliebtheit.

免許返納

免許返納 (Menkyhenou) bedeutet „Rückgabe der Fahrerlaubnis“ und prägte durch viele schreckliche Verkehrsunfälle, die durch alte Menschen verursacht wurden, den gesellschaftlichen Diskurs. 2019 war das Jahr mit den meisten gemeldeten Verkehrsunfälle durch ältere Menschen. So war ein besonders schlimmer Unfall bei dem ein 87-jähriger Mann in Ikebukuro in Tokio Gas und Bremse verwechselte und so einen Verkehrsunfall verursachte bei dem 10 Menschen verletzt und eine Mutter (31) mit ihrer Tochter (3) ums Leben kamen. Diese Berichte führte zu einem starken Anstieg der freiwilligen Rückgabe der Fahrerlaubnis. So ist die Zahl der Rückgaben von über 65-Jährigen mit 47.000 Rückgaben seit dem Umfall allein in Tokio um 80% gestiegen. In Tokio liegt die Rückgaberate bei 8,2%, aber in Tokio ist auch das öffentliche Verkehrsnetz gut ausgebaut und es gibt Alternativen. Ältere auf dem Land sind noch immer auf das Auto angewiesen, und ich persönlich hoffe, dass das autonome Fahren zum Teil zur Lösung des Problems beitragen kann.

闇営業

闇営業 (Yamieigyou), übersetzt „Dunkle Geschäfte“, bezeichnet den Auftritt von japanischen Comedians/Entertainern am Management vorbei, um sich etwas Geld dazuzuverdienen. Diese Praktik rückte ins Zentrum der Öffentlichkeit durch eine Veröffentlichung des Magazins „Friday“ welches eine Dinner Party mit mehreren Comedians, die bei dem Entertainment Konglomerat Yoshimoto Kogyo unter Vertrag standen, zeigte. Diese Dinner Party wurde von einer Yakuza Gruppe organisiert die später auch für Telefonbetrug verurteilt wurde. Der berühmteste Comedian der in dieser Affäre verwickelt war Hiroyuki Miyasako. Er erhielt für sein Erscheinen ca. 8500 Euro. Die Comedians beteuerten zwar, dass sie nichts von den kriminellen Machenschaften wussten, aber wurden dennoch von ihrem Management Yoshimoto Kogyo, gefeuert. Viele Entertainer in Japan bekommen für Gala-Auftritte nur einen sehr mageren Anteil wodurch diese „Schatten Geschäfte“ nötig sind um sich über Wasser zu halten. Deswegen standen später vor allem die Managements unter Kritik, da sie ein solches Vorgehen implizit hervorrufen.

令和

令和 (Reiwa) ist die die Bezeichnung für die neue Ära nach der japanischen Zeitrechnung, über die auch von deutschen Medien intensiv berichtet wurde. Der alte Kaiser Akihito trat zurück und sein Sohn Naruhito bestieg den Thron.

Über die Kaiserparade welche zur offiziellen Zeremonie gehörte habe ich auch einen Beitrag geschrieben.

Kaiserparade 2019 von Kaiser Naruhito

Sonderpreis

後悔などあろうはずがありません

後悔などあろうはずがありません (koukai nado arou hazu ga arimasen), übersetzt: „Es gibt nichts zu bereuen“, war eine Antwort von Baseballprofi Ichiro Suzuki auf eine Frage die ihm während der Pressekonferenz auf der er seinen Rücktritt bekannt gab gestellt wurde. Der 45-jährige Baseballprofi gehörte zu den erfolgreichsten japanischen Baseballspielern überhaupt.

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Japan Reisetipps Tokio

Caretta Shiodome Illumination

Eine weitere berühmte Illumination findet jedes Jahr im Winter beim Caretta Einkaufszentrum in Shiodome (汐留) in Tokio statt. Dieses Jahr gibt es eine Illumination mit dem Thema „Arabische Nacht“. In diesem Beitrag erfahrt ihr mehr darüber!

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Japan Reisetipps Tokio

Tokyo Mega Illumination

In diesem Beitrag schreibe ich über das „Tokyo Mega Illumi“ welches jedes Jahr im Winter auf dem Gelände der Pferderennbahn in Tokio seine Lichter anschaltet. Dabei handelt es sich wie der Name schon sagt um eine Illumination, das sind Lichtinstallationen die in Japan in der Winter-/Weihnachtszeit an vielen Orten zu finden sind.

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Japan News

Kaiserparade: Der neue Kaiser Naruhito

Dieser Beitrag handelt von der Kaiserparade, welche gestern am 10 November 2019 zur Feier des neuen Kaisers Naruhito abgehalten wurde. Der Tross aus 46 Fahrzeugen fuhr in ca. 30 min vom Kaiserpalast Tokio bis zum Palast Akasaka. Auch ich wollte mir die einmalige Möglichkeit nicht entgehen lassen.

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Auslandssemester Japan Reisebericht

Studienausflug nach Kyoto mit der Universität Tokio

In diesem Beitrag schreibe ich über einen Studienausflug der Wirtschaftsfakultät von der Universität Tokio. Der Ausflug fand mitte Oktober statt und führte uns in die Kansai-Region nach Kyoto und Nara. Wir haben unter anderem ein Hügelgrab (Kofun) besucht, unsere eigenen Tücher gefärbt und uns den Kinkaku-ji in Kyoto angeschaut.